Kapitel 2

 

Kapitel 2.

 

So lag er da eine ganze Weile. Selinksi sahß in ihrem Boot und krinste patschig in Kunkelinos Richtung, sie band sich ihre Haare mit einem halben Palmenblatt zusammen und grinste weiter. Ihr kam es nicht in den Sinn Kunkelino zur Hilfe zu Eilen; schließlich hatte sie Besseres zu tun. Doch langsam begriff auch Selinksi welchem Irrtum sie da aufgelaufen waren. Kunkelino lag zwar immer noch Bewusstlos in seinem Boot; doch zumindest wurde das Meer wieder ruhiger, die Wellen hörten auf zu toben und die Geräusche wurden langsam schwächer. Da tat sich etwas in des Blubbermeisters Boote. Mehrere kleine Zucken und langsam ein Augenaufschlag. Er setzte sich auf und sprach nur diesen Satz; bis ihn das Entsetzen erneut überwältigte und er sich erneut in Ohnmacht begab : „ Schade; da hat mir doch jemand ne Tonne gegen den Kopp gehaue!“ Und so schnell wie er gesessen hatte; so schnell lag er dann auch wieder. Selinsi blickte mit weit aufgerissenem Mund auf das was sie sah.

Sie sah weder das Superburgerboot; noch sah sie irgendwo Clementino.

Stattdessen sah sie ein ihr sehr bekanntes, komplett zerstörtes Boot. Dem Poltern dem sie so gefolgt waren; waren nichts weiter gewesen als ein wütend tobender Piratenfürst. Welcher sein Schiff binnen weniger Stunden zu einem kompletten Ruinenhaufen manövriert hat. Jetzt wo Selinski all ihre Gedanken zusammen packte; erinnerte sie sich daran, wie kurz vor ihrem Aufbruch zu dem schönen Strand; Kunkelino wild auf Mikelino einredete. Wohl ging es um den Missbrauch an Rum; der heute schon in den frühen Morgenstunden begonnen hatte. Selinski blickte erneut rüber zu Mikelino, der völlig erschöpft und betrunken in der letzten Ecke seines Schiffes kauerte. Welch ein Irrtum; sie ärgerte sich um die Vergeudeten Mühen von ihr und dem Blubbermeister. Als dieser endlich endgültig wieder erwachte; brauchte er einige Minuten um zu begreifen was wirklich grade geschehen war. Um ein Haare hätte ihn das Fass erschlagen; um ein Haar hätte er seine letzte Chance verspielt hier auf Erden zu bleiben. Er wusste, dass es sich hier; hier auf dem Meer; bereits um seine zweite Chance handelte. Wütend über Mikelinos narrigkeit schipperte er davon; mit seinem geliebten Schlauch im Mäulchen. Ärgerlich über die Verbrauchte Energie und um die schon so greifbare Chance Mikelino endlich zu stürzten. Die beiden Schipperten und schipperten weit weit ins Meer hinaus.

 

 

 

 

Prinzessin Liselotte wurde ganz nervös in ihrer Höhle als sie das donnern hörte. Auch wenn sie Clementinos aussehen immer verspottete wünschte sie sich nun in seinen gebrechlichen Armen zu liegen. Sie sehnte sich nach Schutz und Sicherheit und einer Schulter an der sie sich anlehnen konnte. Doch all das blieb ihr vergönnt. Sie wünschte sich nichts sehnlicher als wieder zurück in ihr schönes Schloss zu können; doch sie wusste das diese Chance vertan war. Ihre Tat war grauenvoll und kaum ertragbar für die Menschen um sie herum. Damals; als sie als verzogene Prinzessin lebte; hatte sie eine Angewohnheit an sich, die sich für eine Prinzessin nicht gehörten. Liselotte furzte für ihr Leben gerne und fand dies immer noch höchst amüsant. Immer wenn sie furzte kicherte sie; nein sie lachte Lauthals; deshalb war es damals auch nicht schwer gewesen sie der grauenvollen Taten zu überführen. Es gab eine zeit; in der furzte sie ungemein oft und viel übel riechender als alles was eine normale Menschen Nase gewohnt war. Damit brachte sie viele Menschen ums Leben; und lachte dabei auch noch; denn immer wenn sie dampf ablies; lachte sie ungemein Laut so das jeder es mitbekommen konnte. Doch da sie eine Prinzessin war; blieb ihr der Galgen erspart und sie bekam die Chance hier weiter zu Leben. Doch manchmal fragte sie sich; in ganz theatralischen Stunden; was wohl besser gewesen wäre; zu sterben oder hier veranzt und heruntergekommen zu hausen. In genau solchen Momenten fehlte ihr einfach die menschliche Nähe und Zuwendung. Genau aus diesem Grund bekam Liselotte damals ein rosa Boot; welches Lieblich nach Rose duftendes Parfüm von sich gab; so dass sie niemals mehr in alte Muster zurückfallen könnte. Sie liebte Clementino dafür was er hier tat; doch sie konnte nicht mehr länger hier bleiben. Ein Gedanke folterte den nächsten. Sie musste hier raus; schnells möglich hier raus. Sie wollte ihr Boot finden und wieder eigenständig sein. Als sie am Höleneingang stand sah sie in weiter ferne einen Strand; jetzt wusste sie was sie tun wollte. Sie wollte zu diesem Strand schwimmen und sich dort mit Hilfe auf die Suche nach ihrem geliebten Boot machen. Schwapp schon tauchte sie ein ins Wasser und begann zu schwimmen wie ein Weltmeister. Sie schwann und schwamm; doch plötzlich schlug das Wasser ungewohnt hohe Wellen; es peitschte ihr regelrecht um die Ohren. Langsam aber sicher bekam sie es mit der Angst zu tun. Sie versuchte mit ihren Armen gegen die Macht des Wassers anzukommen; doch leider ohne Erfolg. Ihr letzter Gedanke war: „ Das wird doch nicht etwa ein Boot sein?“ Die Angst stieg in ihr auf und ihr Körper sank im Meer herab. Groß war ihre angst Mikelino könnte sie gefunden haben; doch größer die angst; vor dem endgültigen Tod. Denn auch sie war sich bewusst; mehr als diese Chance hatte sie nicht.

 

Hat Mikelino Liselotte gefunden? 

& wird sie den Kampf gegen das Wasser gewinnen?

Lest morgen. :)


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